Prosa

Winter Blues

Ist er jetzt weg? Kann ich die Augen wieder öffnen? Dieses Gefühl der inneren Leere, der Egalheit, der Gleichgültigkeit – der fade Geschmack nach runtergewürgter Unruhe die nie Ausdruck fand, der Schrei, der schon in der Kehle längst verstummt war. Ist er jetzt weg? Kann ich wieder friedlich sein? Darf ich Spiegeln zerschlagen, Scheiben und Blut gegen Feder und Füller eintauschen?

Wenn die Sonne wieder scheint, wenn die grauen Tage vergehen, wenn die Menschheit wieder scheu ihr Lächeln zeigen darf – bis dahin sitze ich hier, in Deckeln gewickelt, von unruhigen Gedanken geplagt ordne ich Stapel für Stapel meine Stifte und Bücher, trinke Tee und Warte, bis meine Apathie mit dem sterben Winter verfliegt.

Fin.

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