Prosa · Uni

Lange kein Update, weil…

… ich mittlerweile durch französische Cafés geistere und charmanter Weise gut aussehenden Menschen meine Zigarette für ein Feuer hinhalte. In Boulangeries diskret französisches mit deutschem Gebäck vergleiche. Einen stark-bitteren Espresso nach dem anderen herunterkippe, als sei er goldener Whiskey mit Honig, während ich an meinem goldenen Whiskey mit Honig bedacht wie an einem stark-bitteren Espresso nippe. So verbringe ich meine freien Tage, vergeude ich die Zeit, schlage sie eine Sekunde nach der anderen tot, tot, tot, sage Bonjours und Au Revoir ohne genau zu zählen wie oft – doch oft genug, dass die Melodie mich wie Singsang im Schlaf verfolgen. In manchen Nächten, da kokettiere ich mit ein paar hübschen Menschen mit hübschen Ideen, philosophiere mit ihnen bei einem Glas Wein bis in die Morgengrauen, und erfriere fast, während wir gemeinsam in einem intimen Schweigen nebeneinander durch Regenpfützen stampfen, da der letzte Bus bereits vor Stunden abgefahren war.

Und an jenen Tagen – da vermisse ich dich, und unser gemeinsames Schweigen, das nicht war, schwelge in Gedanken, die nie sein konnten – und wusste – diese waren letztendlich mein wahres Meisterwerk.

Fin

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