Politik

Die Meinungsdiktatur.

Meinungsdiktatur, Lügenpresse, und das verworfene Politische Correctness der linken Gutmenschen.

Es gibt für einige Leute heutzutage viele Gründe, die Hände über den Kopf zu schlagen. Arme Ausgestoßene – verwirrt und verloren im angeblichen Klassenkampf, irren sie durch den Diskurs, um ihre letzte Freiheit zu verteidigen, der sie sich längst beraubt fühlen.

Die eiserne Meinungsdiktatur des Medienmonopols schlägt zu und filtert eiskalt Rassenideologien, Stammtischgequatsch-Verallgemeinerung, verbales Pussy-Grabbing und die verzweifelte Verteidigung der guten alten Deutschen Kultur heraus (die natürlich schon immer so dichterisch und denkerisch zivilisiert gewesen war wie sie ist, und wir ignorieren dabei, dass Kultur als ein dynamisches Konstrukt stetiger Veränderung unterworfen ist). Die absolute Zensur, Orwell hatte recht!

Ansonsten noch Hetzereien, ständige Rückschlüsse der (Versagens-)ängste auf Minderheiten, die im Laufe der letzten 50 Jahre (endlich!) eine kleine Stimme in der Gesellschaft erlangt haben. Sie sind am Leid des weißen Mannes schuld. Das macht ein Teil der einstigen Mehrheit Angst. Angst, dass ihnen die begrenzten Ressourcen des dynamisch-wettbewerbsorientierten Kapitalismus (den wir uns nun mal alle ausgesucht haben) genommen wird.

Es muss hart sein, im Stich gelassen zu werden. Ich kenne das. Hatte selbst kein einfaches Leben. Aber rechtfertigt das etwa Neid und Missgunst, Morddrohungen und #hatespeech? Was treibt einen Menschen dazu, Abends durch die Stadt zu ziehen und Häuser anzuzünden? Beschäftigt euch anderweitig. Lernt stattdessen eine neue Sprache? Lernt ein Instrument? Lernt etwas über die Kultur kennen, die ihr zu verteidigen versucht!

Ist das dann etwa noch Meinungsfreiheit oder kann das weg? Die Meinungsfreiheit garantiert die Kritikfähigkeit und Opposition im Lande. Das ist gut so. Allerdings – bitte mit Manieren und Niveau?

Was ist aus der Debattenkultur geworden? Zu elitär? Zu human-steif-rationalisiert? Sollten wir das alles etwa überdenken und Morddrohungen, kreative Beleidigungen, Verallgemeinerung von Minderheiten und postfaktischen Tatsachen erlauben? Opfern wir die Zivilisation, die der weiße Mann uns Gottseidank gebracht haben für das Postfaktum?

Bestimmt. Ist ja schließlich die Meinungsfreiheit, die es zu verteidigen gilt. Die Wiege der „Zivilisation“. Danke, dass man uns in der Facebook-Kommentarspalte der Tagesschau lautstark daran zu erinnern versucht.

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Ein Kommentar zu „Die Meinungsdiktatur.

  1. Unsere Meinung ist die Umlaufbahn um den eigenen Kern,
    auf der unzählige Urteile wie Satelliten schwirren.
    Wir schießen eben gerne damit auf ein fremdes System,
    um es uns gleich zu machen und Raum zu erobern.
    Was bliebe denn auch sonst?
    Sich etwa selbst zu ergründen?

    Es muss immer eine Bewegung geben.
    Entweder tief in sich hinein,
    oder weit aus sich hinaus.

    Selbsterkenntnis oder Infiltration.

    Gefällt 1 Person

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